Für Freizeit und Sport, der richtige Ort!
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Im Gartenhallenbad laufen Kurse wieder an

Ab 21. Mai Aqua-Fitness, ab Juni Enten-, Seepferdchen- und Seeräuberkurse für Kinder

09.05.2013 (AK) NACHRODT-WIBLINGWERDE

Das Gartenhallenbad ist heute trotz des Feiertages geöffnet. Von 6.30 Uhr bis 8 Uhr können die Frühschwimmen

ihre Bahnen ziehen, von 14 bis 22 Uhr ist das Bad für Familien geöffnet. Gleichzeitig findet die Seniorengymnastik

statt; morgens unter Anleitung von Ehrenamtlichen, nachmittags zwischen 14 und 14.30 Uhr mit einem

Fachangestellten. Außerdem bietet der Verein Bürgerbad ab 21. Mai Aqua- Fitness mit Vivy Wruck an.

 

Dieser Kursus mit zehn einheiten findet dienstags von 9.30 bis 10.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 9.30 Uhr

statt. Die Gebühr für zehn Mal 60 Minuten beträgt 70 Euro. Durchgeführt wird der Kursus, wenn sich mindestens

sechs Teilnehmer anmelden.

 

Interessierte können sich ab sofort bei Sabine Karisch (Tel. 0 23 52/33 62 09)

oder direkt im im Gartenhallenbad anmelden.

 

Ab Juni finden dann auch wieder Kurse für Kinder statt. Der Entenkursus richtet sich an Kinder zwischen drei und

fünf Jahren, am Seepferdchenkursus können Kinder ab fünf Jahren teilnehmen und Seeräuberkurse sind für

Mädchen und Jungen gedacht, die bereits schwimmen können. Diese Kurse finden immer donnerstags und samstags statt. Die Gebühr beträgt zwischen 85 und 120 Euro. Und auch für Erwachsene bietet der Bürgerbad-Verein

einen Kursus an. Nichtschwimmer können bei Olaf Gerhold lernen, sich im Wasser sicher zu bewegen.

 

Betriebsführungsvertrag ist unterschriftsreif

03.05.2013 NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Noch ist der Förderverein Betreiber des Gartenhallenbades, aber nach dem Willen des Gemeinderates und des bereits neu gegründeten Trägervereins soll das nicht mehr lange so bleiben.

 

Einstimmig hat der Rat in dieser Woche in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, mit dem neuen Trägerverein „Bürgerbad Nachrodt-Wiblingwerde“ einen Vertrag über die Betriebsführung abzuschließen. „Eigentlich könnten wir den Vertrag schon unterzeichnen. Er ist so konzipiert, dass beide Parteien zufrieden sind“, sagte am Freitag die Vorsitzende des Bürgerbad-Vereins, Sabine Karisch im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Gemeinde wolle allerdings noch warten, bis der neue Vereine auch tatsächlich in das Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragen sei. Karisch: „Die Unterlagen dafür liegen jetzt beim Notar. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis so etwas über die Bühne gegangen ist.“

Doch auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es dem Vorstand des Trägervereins jetzt auch nicht mehr an. Viele Mitglieder sind schon in die Betriebsführung des Bades involviert, obwohl ja offiziell noch der Förderverein am Ruder sitzt. Auch eine eigene Internetseite hat der Bürgerbad-Verein bereits eingerichtet, ein Beleg dafür, dass der Verein seine Arbeit längst aufgenommen hat.

 

Auf der Internetseite sind auch die Öffnungszeiten des Gartenhallenbades veröffentlicht, die nach der Übernahme durch den Förderverein Anfang April schon wieder leicht geändert worden sind. So wird inzwischen donnerstags nachmittags (14 bis 15 Uhr) auch wieder Seniorengymnastik mit Linda Barry angeboten. Interessierte Senioren können sich daran spontan beteiligen. Überhaupt hält Sabine Karisch das Gartenhallenbad für besonders geeignet für ältere und gehbehinderte Menschen. „Wir haben als einziges Bad in der Umgebung den erleichterten Einstieg durch die Treppe“, betont sie.

Doch nicht nur die Senioren sorgen dafür, dass der Donnerstag derzeit der umsatzstärkste Tag im Gartenhallenbad ist. Auch bei anderen Besuchergruppen ist dieser Tag offenbar beliebt. Deshalb haben sich die Betreiber auch dazu entschlossen, das Bad an den entsprechenden Feiertagen im Mai (Christi Himmelfahrt, 9. Mai, und Fronleichnam, 30. Mai) zu öffnen. Nur an Pfingsten (19. und 20. Mai) wird das Gartenhallenbad geschlossen sein.

Darüber hinaus sind für Juni wieder Seepferdchen- und Seeräuberkurse für Kinder geplant. Sie sollen donnerstags und samstags stattfinden. Nähere Informationen darüber finden Interessierte in einer Info-Box im Eingangsbereich des Bades. Anmeldungen zu diesen Kursen sind bereits möglich. ▪ Volker Griese

Förderverein Gartenhallenbad reagiert auf Vereinsgründung

17.04.2013 (derwesten.de) Nachrodt-Wiblingwerde.    Dazu musste der Vereinszweck neu formuliert werden – eine Formalie, die ohne große Diskussionen über die Bühne ging.

Außerdem musste gewählt werden. Weil Sabine Karisch nun Vorsitzende des Trägervereins geworden war, stand sie für das Amt der 2. Vorsitzenden im Förderverein nicht mehr länger zur Verfügung. Ihre Nachfolge trat Ulrich Knoop an. Aus persönlichen Gründen legte Sigrid Hohmann das Amt der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit nieder; zu ihrem Nachfolger wählten die Mitglieder Sebastian Even.

Der neue Trägerverein, der demnächst die Betriebsführung des Gartenhallenbades übernehmen wird, konnte sich derweil über eine erste Finanzspritze freuen. Die Stadtwerke Iserlohn, die den Badbetrieb bis Ende 31. März als Dienstleister im Auftrag der Gemeinde gewährleistet hatte, überreichten Sabine Karisch einen Spendenscheck über 1000 Euro.

"Bewundernswert, wie sich die Beteiligten mit viel Herzblut einbringen"

Und auch darüber hinaus wollen sich die Stadtwerke, die Strom, Gas und Wasser in die Doppelgemeinde liefern, für das Schwimmbad einsetzen. Dominik Neswadba, Abteilungsleiter Vertrieb und Beschaffung, stellte am Dienstagabend ein Sponsoringmodell vor, das neben großflächigen Werbeplakaten auch monetäre Unterstützung vorsieht. So wollen die Stadtwerke ab sofort für jeden neuen Strom- oder Gaskunden, den sie über den Trägerverein Bürgerbad gewinnen, 25 Euro für das Gartenhallenbad zahlen. Darüber hinaus soll der Neukunde einen Bonus von 50 Euro erhalten, „den er aber natürlich auch an das Gartenhallenbad spenden kann“, wie Neswadba bemerkte. Durch ein Staffelungsmodell kann der Betrag, den die Stadtwerke an das Bürgerbad überweisen, sogar noch höher ausfallen.

Er finde es „bewundernswert, wie sich die Beteiligten mit viel Herzblut einbringen“, kommentierte Neswadba die vorangegangene Gründung des Trägervereins. Die Art und Weise, wie man sich in Nachrodt-Wiblingwerde dafür einsetze, das Bad für die nachfolgende Generation zu erhalten, verdiene großen Respekt.

Trägerverein für das Gartenhallenbad gegründet

16.04.2013 NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Jetzt starten wir durch“, rief Sabine Karisch am Dienstagabend den Mitgliedern des soeben gegründeten Trägervereins Bürgerbad zu. Sie war zuvor zur Vorsitzenden des Vereins gewählt worden, der schon bald die Betriebsführung des Gartenhallenbades übernehmen wird.

 

Nachdem die Gemeinde das Schwimmbad Ende März aufgegeben hatte, hatte zunächst der Förderverein des Gartenhallenbades die Betriebsführung übernommen. Das war allerdings von vornherein nur als Übergangslösung gedacht, bis der geplante Trägerverein gegründet ist. Diesen Schritt vollzogen 39 Männer und Frauen nun am Dienstagabend in der Aula der Albert-Schweitzer-Hauptschule. Sie waren die Gründungsmitglieder, die die Satzung unterzeichneten, in der beispielsweise festgelegt ist, dass der Verein, der unter dem Namen „Bürgerbad“ firmiert, sich den Betrieb und die Unterhaltung des Gartenhallenbades, die Förderung des Vereinsschwimmens, des Schulschwimmens und die Durchführung von sportlichen Veranstaltungen auf seine Fahne geschrieben hat. Diese Satzung sei mit bereits mit dem Finanzamt abgestimmt, erklärte Roland Wachtmeister, der die Vereinsgründung zusammen mit anderen vorbereitet hatte. „Wir sind guter Dinge, dass wir damit die Gemeinnützigkeit erhalten“, sagte er.

Mitgliedsbeiträge will der neue Verein vorerst nicht erheben. „Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder ist für uns wichtiger und auch bares Geld wert“, betonte Wachtmeister. Dass die Satzung dennoch die Festlegung von Beiträgen vorsieht, konnte er ganz leicht erklären. „Es kann ja sein, dass beispielsweise irgendwann die Unterstützung durch den Förderverein nicht mehr ausreicht“, verdeutlichte er, dass dann Mitgliedsbeiträge ein Mittel sein könnten, der Vereinskasse Geld zufließen zu lassen.

 

Als es darum ging, den geschäftsführenden Vorstand und den Beirat zu wählen, galt es, nicht weniger als zehn Posten zu besetzen. Was etablierten Vereinen oft große Mühe bereitet, war für den Vereinsneuling kein Problem. Im Gegenteil: Teilweise konnten sogar Stellvertreter bestimmt werden. Zur Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Sabine Karisch. Ihr stehen im Vorstand als Stellvertretender Vorsitzender Christian Pohlmann und als Kassenwart Roland Wachtmeister zur Seite. Schriftführer wurde Werner May, Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring Sonja Hammerschmidt und Sebastian Even. Fünf Besitzer kümmern sich um Belange wie Personal, Technik, Außengelände, Aktionen und Veranstaltungen oder Vertrieb und Marketing. Diese Aufgaben übertrugen die Vereinsgründer Christiane Gütting, Johannes Fischer, Wolfgang Wawro, Aykut Aggül (Stellvertreterin Petra Löber) und Hans Wehr (Stellvertreter Ronny Sachse).

Bei den 39 Gründungsmitgliedern blieb es am Dienstag übrigens nicht. Weitere Männer und Frauen füllten anschließend noch das Beitrittsformular aus, so dass der Trägerverein bereits kurz nach seiner Gründung rund 50 Mitglieder zählte. ▪ Volker Griese

Jeder Kunde zählt

07.04.2013 derwesten.de Nachrodt-Wiblingwerde. Gemerkt haben es nur die Stammkunden, dass die Dinge im Gartenhallenbad seit vergangener Woche anders laufen. Einige vermissten einen Mitarbeiter im Kassenhäuschen, andere fragten nach dem derzeit nicht stattfindenden Kursangebot. Und Bürger wie Familie Ruckhaber, die gerade erst neu zugezogen sind, haben vom Bangen um die Institution gar nichts mitbekommen und freuten sich einfach, vor der Haustür schwimmen gehen zu können.

 

Stammschwimmer wie zum Beispiel Gudrun Gruß sind erleichtert: „Ich bin so froh, dass wir hier weiter unsere Freizeit verbringen können.“ Oft holt sie die Kinder einer befreundeten Familie, Alexandra und Anastasia, in Altena ab und genießt mit den Mädels ausgelassene Stunden im Wasser. Die Zwillingsmädchen könnten natürlich auch zur Not ins Dahler Hallenbad gehen. „Aber das Gartenhallenbad ist schöner. Und es hat eine Treppe, die es gehbehinderten Menschen weitaus leichter macht, ins Wasser zu kommen. Das weiß meine Tochter sehr zu schätzen, sagt Gruß.“

 

Janina Jochheim, Rettungsschwimmerin bei der DLRG, hat an diesem Samstag die Badeaufsicht. „Wie lange geht der Warmbadetag noch?”, richtet Gudrun Gruß das Wort an sie. „Bis Ende April.” Gudrun Gruß will zusehen, noch einen der Donnerstage mitzunehmen. Aufbruch. Alexandra und Anastasia und ihre Freundinnen Feza und Vanessa haben sich beim Ballspielen ausgetobt.

„Gut, dass es so etwas hier gibt“

Familie Ruckhaber ist noch mittendrin. „Wir sind zum ersten Mal hier, gerade erst nach Nachrodt gezogen”, erklärt Waldemar Ruckhaber. „Schönes Bad, wir kommen bestimmt wieder“, findet die Familie. Dass bis vor wenigen Tagen überhaupt nicht klar war, ob das Becken erhalten werden kann, haben die Neubürger nicht verfolgen können. „Gut, dass es so etwas hier gibt“, sagen sie.

Jeder Kunde zählt in diesen Tagen. Dienstag waren es 32, Mittwoch 23, Freitag 26. Am Warmbadetag Donnerstag kamen 71. „Der war schon immer beliebt wegen der höheren Wassertemperatur und der langen Öffnungszeiten“, weiß Janina Jochheim, die seit 2009 die Wochenend-Badeaufsicht mitbetreut.

Sie selbst bereitete sich mit der DLRG viele Jahre vor Ort auf Wettkämpfe vor. Wie dieser Trainingsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, wird gerade verhandelt. Auch über die Zukunft der Kursangebote laufen Gespräche. Samstags ließen sich Kinder bis vor kurzem in den Seeräuber- und Piratenkursen auf das Abenteuer Wasser ein. „Das würde der Förderverein gern wieder anbieten, genauso wie gesundheitsfördernde Angebote wie Gymnastikkurse. Im Moment läuft nur donnerstags von 14 bis 15 Uhr das Seniorenschwimmen”, erklärt Janina Jochheim.

Besucherhöhepunkt noch nicht erreicht

Zu allen anderen Öffnungszeiten, die mit Übernahme durch den Förderverein erweitert wurden, läuft reiner Familienbadebetrieb. Das Kassenhäuschen ist nicht mehr besetzt, ein Zettel verweist auf den Eintrittskartenverkauf bei der Schwimmaufsicht. „Es gibt noch immer Badegäste, die höflich und vor allem lange vorne warten, bis sie sich ins Schwimmmeister-Häuschen begeben”, berichtet Janina Jochheim von den ersten Erfahrungen.

Geschwommen wird übrigens zu neuen Konditionen: Die Familienkarte deckt für zehn Euro Badespaß für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab. Wer zehn Einzelkarten kauft, bekommt eine umsonst, bei der Abnahme von 50 Tickets gibt’s zehn gratis oben drauf. Dafür hat die Jahreskarte ausgedient. Es braucht Zeit, den Kunden die Neuerungen zu erklären, doch Janina Jochheim hat den Eindruck, dass sie das neue Konzept mittragen wollen. „Allein schon, um das Bad in der Gemeinde zu erhalten”, glaubt sie, den Grund zu kennen.

Der Besucherhöhepunkt, das weiß sie aus Erfahrung, war in der ersten Woche unter Leitung des Fördervereins noch nicht erreicht. „Es waren noch Ferien, und ein paar Stammschwimmer haben gefehlt.” Unter anderem auch jene, die aus anderen Kommunen anreisen, um in Nachrodt ihre Bahnen zu ziehen. „Das sind gar nicht mal wenige. Die finden unser Bad einfach schön,” berichtet Janina Jochheim.

Gartenhallenbad: Vertrag ist unterzeichnet

29.03.2013 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Damen, die mit Trauerflor ins Becken steigen wollten, um das Gartenhallenbad symbolisch zu Grabe zu tragen, haben ihre Aktion kurzfristig abgeblasen. Aus gutem Grund: Zwar hatte das Bad am Donnerstag zum letzten Mal geöffnet, weil es die Gemeinde zum 31. März schließt. Doch schon am Dienstag, 2. April, öffnet es wieder – dann unter Regie des Fördervereins.

 

Der Vorsitzende des Fördervereins Gartenhallenbad, Hans Wehr, und seine Stellvertreterin Sabine Karisch haben am Donnerstag den Vertrag unterzeichnet, in dem geregelt ist, dass der Förderverein zunächst neuer Betreiber der Einrichtung ist. Für die Gemeinde setzte Bürgermeisterin Birgit Tupat ihre Unterschrift unter das Papier. Alle Beteiligten betonten die gute Zusammenarbeit bei der Suche nach einem Zukunftskonzept für das Gartenhallenbad. „Wir sitzen ja auch in einem Boot“, sagte Tupat mit Blick auf die Tatsache, dass die Gemeinde natürlich ein Interesse daran haben muss, dass die Immobilie im Holensiepen weiter genutzt wird. Durch die Vermietung an den Förderverein und demnächst an den noch zu gründenden Trägerverein des Gartenhallenbades ist das gewährleistet.

Der Förderverein hat in den letzten Tagen die Weichen dafür gestellt, dass der Badbetrieb in der nächsten Woche nahtlos weitergehen kann. Die Öffnungszeiten wurden im Wesentlichen beibehalten. Nur die Fortsetzung der Kurse ist noch nicht geregelt, aber auch dafür soll so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden. Sicherstellen werden den Badebetrieb Rouven Kirsch, den die zukünftigen Badbetreiber als Fachangestellten für Bäderbetriebe halbtags weiter beschäftigen werden, und 16 ehrenamtlich tätige Rettungsschwimmer, die die Wasseraufsicht übernehmen. Außerdem steht aus dem bisherigen Mitarbeiterteam Schwimmmeisterin Elisabeth Riecke noch drei Monate lang zur Verfügung; so lange läuft noch ihr Arbeitsvertrag mit der Gemeinde.

Neben den technischen Aspekten der Badübergabe an den Förderverein waren auch viele Detailfragen zu klären. Förderverein und Gemeinde bemühen sich da um möglichst unbürokratische Regelungen, zum Beispiel, wenn es darum geht, mit den Inhabern von Jahreskarten zu einer Einigung zu kommen. Sie sollen ihre Jahrestickets nun im Bad bei der Wasseraufsicht abgeben und erhalten dann den Restwert der Karte erstattet.

 

Das Einzelticket für Erwachsene kostet übrigens ab sofort 3,50 Euro, das für Jugendliche 2 Euro. Sie sind damit etwas teurer als bisher. Am Warmbadetag (Donnerstag) wird ein Zuschlag von 1 Euro verlangt. Den Warmbadetag wird der Förderverein übrigens noch bis Ende April anbieten. Außerdem ist das Gartenhallenbad ab sofort von montags bis freitags bis 20 Uhr geöffnet, donnerstags sogar bis 22 Uhr. „Dann kann jeder auch nach Feierabend noch kurz ins Wasser springen“, erklärte Hans Wehr den Hintergrund dieser Maßnahme. ▪ Volker Griese

Trägerverein soll das Gartenhallenbad übernehmen

21.03.2013 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ War das der entscheidende Durchbruch? Mitglieder des Fördervereins Gartenhallenbad und der Planungsgruppe, die das von der Schließung bedrohte Bad retten wollen, haben am Donnerstagabend vereinbart, die Einrichtung durch einen noch zu gründenden Trägerverein zu übernehmen.

 

Der eigentliche Plan zur Übernahme des Hallenbades, das die Gemeinde am 31. März unwiderruflich schließen wird, hatte so ausgesehen, dass eine gemeinnützige GmbH gegründet wird, die das Bad dann weiterführen sollte. Dieses Vorhaben lässt sich nach dem Ratsbeschluss vom Montag nicht mehr realisieren. Der Rat hatte entschieden, einen neuen Betreiber zunächst nur zwei Jahre lang mit einem Gesamtbetrag von 160 000 Euro zu unterstützen. Aus Sicht der Planungsgruppe ist das zu wenig. „Damit fehlen uns die 25 000 Euro Gründungskapital für die gGmbH“, erklärte Sabine Karisch am Donnerstag. Die Gründung eines Trägervereins ist deshalb nun der „Plan B“. Gegründet werden soll der Trägerverein am Dienstag, 16. April.

Allen Beteiligten ist bewusst, dass sich der Trägerverein mit dem Betrieb des Gartenhallenbades viel Arbeit und auch ein gewisses Risiko auflädt. „Es wird knapp, aber wir können über die Runden kommen“, formulierte Hans Wehr, der in der Runde eher zu den Optimisten gehört. Fakt ist, dass der neue Betreiber jährlich etwa 160 000 Euro aufbringen muss, um alle anfallenden Kosten zu decken. Ursprünglich waren die Kosten sogar noch höher kalkuliert worden, doch nach dem Ratsbeschluss hatte die Planungsgruppe noch einmal den Rotstift angesetzt und die Personalkosten von 67 000 auf 40 000 Euro reduziert. Dafür sollen nun mehr ehrenamtliche Helfer mit ins Rad packen. Auch wurden die eigentlich geplanten Investitionen zunächst zurückgestellt. Nur die Sauna, die der Förderverein bereits geschenkt bekommen hat, soll eingebaut werden.

„Nur mit Einzelschwimmern ist das Bad auf keinen Fall zu finanzieren“, machte Hans Wehr deutlich. Der neue Betreiber müsse deshalb verstärkt auf Kurse setzen. Doch er kann auch auf anderweitige Unterstützung setzen. So will sich nach Wehrs Worten der TuS Nachrodt-Obstfeld mit jährlich 15 000 Euro an der Finanzierung beteiligen, die Gemeinde will pro Jahr rund 50000 Euro für das Schulschwimmen bezahlen. Zudem habe es einen interessanten Kontakt zu einem Nachrodter Unternehmen gegeben, das dafür bezahlen wolle, seine Mitarbeiter zum gesundheitsfördernden Schwimmen zu schicken.

 

Die Gründung des Trägervereins ist zwar beschlossene Sache, doch kann sie erst in gut drei Wochen erfolgen. Der Badebetrieb im Holensiepen soll aber möglichst ohne Unterbrechung weitergehen. „Das Schlechteste wäre eine vorübergehende Schließung, weil dann viele Kurse ausfallen müssten“, sagte Hans Wehr. Das Bad soll deshalb für eine Übergangszeit von etwa einem Monat mit ehrenamtlichen Kräften des Fördervereins weitergeführt werden. „Wir müssen dann einfach so tun, als ob alles schon geregelt wäre“, strahlte Wehr ganz viel Optimismus aus. ▪ Volker Griese

Neues Treffen zur Zukunft des Gartenhallenbades

20.03.2013 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Förderverein Gartenhallenbad und die Planungsgruppe, die die Weiterführung der Einrichtung anstrebt, hat die Enttäuschung über den Ratsbeschluss vom Montag verdaut. Am Donnerstag, 21. März, sollen die Weichen für die Zukunft des Bades gestellt werden.

 

Wir versuchen das jetzt, wir haben doch nichts zu verlieren“, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Wehr, im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Allerdings, betonte er, sei mehr ehrenamtliches Engagement erforderlich, um das Gartenhallenbad nach der Schließung am 31. März als Bürgerbad weiterzuführen.

Alle, die sich vorstellen können, daran in irgendeiner Form mitzuwirken, sind für Donnerstag ab 17 Uhr in die Lennehalle eingeladen. Die Planungsgruppe möchte allen die Möglichkeit geben, sich über den aktuellen Stand zu informieren. Außerdem soll gemeinsam überlegt werden, welche Möglichkeiten gibt, das Gartenhallenbad ohne oder mit nur geringen Investitionen über die nächsten Monate weiterzuführen. ▪ Volker Griese

Gartenhallenbad: Zukunft ist weiter ungewiss

18.03.2013 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Jetzt liegt der schwarze Peter wieder bei uns“ kommentierte Helga Baumann vom Förderverein des Gartenhallenbades den Beschluss des Rates, eine mögliche neue Betreibergesellschaft für das Bad zunächst nur zwei Jahre lang zu unterstützen.

 

Mehrheitlich entschied sich der Gemeinderat am Montagabend dafür, einen neuen Betreiber für das Gartenhallenbad, dessen Betrieb die Gemeinde am 31. März aufgeben will, zwar finanziell zu unterstützen. So, wie sich die Akteure aus dem Förderverein die Unterstützung vorgestellt haben, wird sie aber nicht ausfallen. Obwohl der Fördervereinsvorsitzende Hans Wehr noch auf die erforderliche Planungssicherheit hingewiesen hatte, folgte der Rat dem Vorschlag der Verwaltung, einen neuen Betreiber nur bis zum 31. März 2015 mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro unter die Arme zu greifen, der aber für 2013 und 2015 auch nur anteilig gewährt werden soll.

Die Arbeitsgruppe, die ein Konzept für die Weiterführung des Bades erarbeitet hat, hatte nicht nur mit einem höheren Betrag gerechnet, sondern auch gehofft, dass die Gemeinde sich über einen längeren Zeitraum engagieren würde. Dafür warb am Montag im Rat auch noch einmal SPD-Fraktionschefin Susanne Jakoby. Sie sei sicher, die Gemeinde könne den Zuschuss auch über zehn Jahre gewähren, sagte sie und warnte davor, ein Stück Infrastruktur unwiederbringlich zu zerstören. Doch CDU und UWG ließen sich auf keine Diskussion ein und folgten dem Kurs der Verwaltung: Nur bis 2015 könne der Zuschuss gegenfinanziert werden, danach müsse man weitersehen.

 

Ausgeschlossen ist eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde über den 31. März 2015 hinaus also nicht, nur zusagen will sie derzeit kaum jemand. Bei Hans Wehr und seinen Mitstreitern war die Enttäuschung über die Ratsentscheidung groß. „Wir werden uns die Zahlen noch einmal genau ansehen und uns noch in dieser Woche zu einer Krisensitzung treffen“, kündigte Wehr noch am Montag an. Er hält eine kurzfristige Entscheidung darüber, wie es weitergehen soll, für unbedingt notwendig. „Immerhin müsste die neuen Betreibergesellschaft das Bad ja bereits am 1. April übernehmen“, erinnerte Wehr an den knappen Zeitplan. ▪ Volker Griese

100% Hallenbad erhalten

05.02.2013 RadioMK

"Dooooof!" Der Meinung sind die Kinder der Grundschulen in Nachrodt und Wiblingwerde, was eine mögliche Schließung des Gartenhallenbads in Nachrodt angeht. Allein bei der Wiblingwerder Grundschule werden ALLE Kinder derzeit mindestens bis zum bronzenen Schwimmabzeichen ausgebildet. Wird das Bad geschlossen, gibt es keinen Ersatz!

Außerdem kommen knapp 40% der Badegäste aus der umliegenden Region oder sogar aus Lüdenscheid und entfernteren Gemeinden, weil gerade auch das Personal und das Angebot (wie etwa Aqua-Jogging) passt. Die Schwimmmeister sind außerdem sehr beliebt. Leider könnte der Verein als neuer Betreiber die drei Männer aber nicht übernehmen.

Die Zwei-Stadt-Gemeinde ist im Stärkungspakt, muss sparen und kann sich das Gartenhallenbad leider nicht mehr leisten. Bürgermeisterin Birgit Tupat schmeckt das wohl auch nicht. 

Aber es ist noch nicht alles ins Wasser gefallen! Denn der Förderverein denkt jetzt an die Gründung einer GmbH, um das Gartenhallenbad weiter zu betreiben. "Meine derzeit größten Sorgen sind die Energiekosten, aber auch da können wir mit verhältnismäßig geringen Investitionen auf längere Sicht sehr viel Geld sparen.", sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Wehr. Er klärt derzeit mit Firmen und Experten ab, wie hoch die Kosten für den Erhalt und Betrieb des Gartenhallenbads sind.

Hans Wehr ist sehr zuversichtlich, dass er zur Jahreshauptversammlung seines Vereins ein gutes Konzept präsentieren kann. Dann muss beschlossen werden, ob die GmbH gegründet wird. "Helfen können uns alle, die ehrenamtlich hier im Bad helfen möchten und natürlich viele Gäste!", so Wehr am Ende unseres Gesprächs.

Na dann: auf in's Gartenhallenbad in Nachrodt!

Bürger kämpfen um ihr Bad

27.01.13 come-on.de NACHRODT ▪ Die Zeit rennt uns weg. Wir müssen jetzt handeln“, sagt Sabine Karisch, 2. Vorsitzende des Fördervereins Gartenhallenbad Nachrodt-Wiblingwerde. Am Samstag hatten die Mitglieder des Fördervereins, darunter auch Petra Löber und Christina Wygoda, zur Rettung ihres Hallenbades einen Stand vor dem Edeka-Markt Clever in Nachrodt aufgebaut.

 

Bei Temperaturen unter Null Grad gibt es Glühwein, Kaffee und frische Waffeln gegen eine kleine Spende und vor allem gegen die eisige Kälte. Viele Bürger informieren sich darüber, wie das Gartenhallenbad gerettet werden kann. Die Gemeinde wird die Einrichtung am 31. März definitiv schließen. „Bis dahin muss eine Lösung her“, so Karisch. Angedacht ist, das Bad zu einem Bürgerbad zu machen und mittels einer gemeinnützigen GmbH zu bewirtschaften.

Auf einem Bistrotisch stapeln sich Zettel in Postkartengröße und Papierbögen, auf denen Fragen verzeichnet sind. Der Förderverein möchte wissen, wie zufrieden die Bürger mit ihrem Hallenbad sind und welche Angebote in Zukunft verstärkt angeboten werden sollen. „Wir starten durch!“, steht es in roten Lettern auf der Karte geschrieben: „Unser Bad wird Bürgerbad“. Das Ziel ist gesetzt. Um dieses nach dem 31. März auch zu erreichen, haben sich die Mitglieder des Fördervereins mit Gleichgesinnten getroffen, um die Möglichkeiten einer gemeinnützigen GmbH auszuloten. Im Märkischen Kreis gibt es mit dem Waldfreibad Herpine in Halver, dem Heidebad in Iserlohn und dem Bürgerbad Leitmecke in Menden bereits mehrere positive Beispiele für eine erfolgreiche Umnutzung in den Händen eines Vereins. „Wir möchten in erster Linie die Ängste der Bürgerinnen und Bürger zerstreuen“, so Sabine Karisch. Vor allem in diesem Punkt hätte es in der Vergangenheit ein verzerrtes Bild in der Öffentlichkeit gegeben. Nachdem der Beschluss der Gemeinde in der Welt war, ist die Anzahl der Anmeldungen für einen Schwimmkurs oder andere Aktivitäten spürbar zurückgegangen. „Dabei ist damit das Ende noch gar nicht besiegelt.

 

Wir kämpfen um den Erhalt unseres Gartenhallenbades“, gibt sich die 2. Vorsitzende kämpferisch. Momentan befindet sich der Förderverein in der Bestandsaufnahme. Fakt ist: Würde das Bad schließen, wäre es auch mit dem Schulschwimmen vorbei. Momentan wird die Halle von mehreren Bildungseinrichtungen aus der Doppelgemeinde und aus Altena genutzt. Zudem dient das Gartenhallenbad der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem TuS Nachrodt-Wiblingwerde und dem TV Wiblingwerde als Trainingsstätte. Sebastian Even vom TuS Nachrodt-Wiblingwerde berichtet, dass jeden Montag knapp 100 Personen die verschiedenen Angebote besuchen. Die Wartezeit für einen Schwimmkurs beträgt zur Zeit anderthalb Jahre.

Auch Gudrun Gruß und Hans-Ewald Slobodann sind an diesem Morgen am Waffelstand, um den Förderverein in seinen Zielen zu unterstützen. Beide nutzen regelmäßig das Angebot der Aquagymnastik. Auch Werner und Martina Mark wären traurig, wenn das Gartenhallenbad schließen müsste.

Führt der Förderverein das Bad weiter, muss es 70 Stunden pro Woche geöffnet sein.Das sehen die Auflagen des Landes vor. Nur unter dieser Voraussetzung kann der Förderverein auf einen Kapitalstock von 120 000 Euro zurückgreifen. Geld, das die Gemeinde ansonsten dem Land NRW zurückzahlen müsste. Die Summe ist vor einigen Jahren als Fördergeld in die Einrichtung geflossen.

Die Anteilnahme der Bürger ist an diesem Samstag in jedem Fall groß: „Ich hoffe, dass der Kampf sich lohnt. Viel Erfolg noch“, sagt ein interessierter Besucher zum Abschied und geht in Richtung Parkplatz davon.

Gute Überlebenschancen für das Gartenhallenbad

23.01.2013 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wir sind immer noch optimistisch. Es kristallisiert sich einiges heraus“, sagt Hans Wehr so nüchtern, dass man glauben könnte, die Bemühungen um den Erhalt des Gartenhallenbades stünden noch ziemlich am Anfang.

 

Dabei sind sie ganz offensichtlich schon so weit fortgeschritten, dass man mittlerweile davon ausgehen wird, dass der Betrieb der Einrichtung praktisch nahtlos von der Gemeinde auf eine neue Gesellschaft übergehen wird. Am vergangenen Sonntag haben sich mehrere Mitglieder des mittlerweile rund 50 Mitglieder zählenden Kreises, der sich die Rettung des Gartenhallenbades auf die Fahnen geschrieben hat, mit Vertretern anderer freier Träger von Schwimmbädern getroffen und Erfahrungen ausgetauscht.

Einen Tag später haben mehrere Arbeitsgruppen getagt, um die Übernahme des Nachrodter Bades voranzutreiben. „Es sieht so aus, als könnten wir das Gartenhallenbad retten“, lehnte sich Wehr anschließend ziemlich weit aus dem Fenster. Angst, dabei herauszufallen, muss er offensichtlich nicht haben, denn die Aktiven haben bereits ziemlich viel und augenscheinlich auch ziemlich gute Arbeit geleistet. So haben sie erste Businesspläne entworfen, die notwendig sind, damit der neue Betreiber kein finanzielles Fiasko erlebt. Ein Plan für das Kassensystem ist sogar schon fertig, ebenso die Planungen für notwendige Umbauten. „Wir sind schon ganz schön weit“, hat deswegen auch Hans Wehr erkannt.

 

eue Betreiber des

Gartenhallenbades soll nach Wehrs Worten wohl eine gemeinnützige GmbH werden, die auf dem Förderverein des Schwimmbades fußen soll. Allerdings wird der Förderverein nicht selbst als Betreiber auftreten. Wie das im Einzelnen funktionieren soll, will der Vorstand des Fördervereins in einer Sitzung am Donnerstagabend (24. Januar) besprechen.

Die Wiedereröffnung des Gartenhallenbades, das die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss aus dem Dezember am 31. März schließen wird, soll nach den Vorstellung der Schwimmbad-Retter wohl schon im April erfolgen. Ihr Zeitplan sieht vor, dass die noch offenen Fragen bis zur Ratssitzung am 18. März geklärt sind. Dann könnte der Gemeinderat den Beschluss fassen, der erforderlich ist, um den Betrieb des Bades durch die neue Gesellschaft zu ermöglichen. Daran würde sich eine kurze Umbau- und Reinigungsphase anschließen, ehe die neue Betreibergesellschaft schließlich die Türen wieder öffnen würde. ▪ Volker Griese

Private Gesellschaft könnte das Gartenhallenbad retten

09.11.2012 come-on.de NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Andrang war riesig, das Interesse an den neuen Vorschlägen des Fördervereins Gartenhallenbad zur Rettung der Freizeitanlage groß. Doch ob das Vorhaben gelingen wird, steht auch nach der Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der Aula des Schulkomplexes am Holensiepen noch nicht endgültig fest.

 

Die ersten Schritte in diese Richtung sind allerdings gemacht – 40 Personen haben sich in eine Interessenten-Liste zur aktiven Mitwirkung eingetragen. Jetzt muss zügig eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden, damit bis zum Stichtag 4. Februar ein ausgereiftes Konzept zur Rettung des Gartenhallenbads erarbeitet wird.

Mehr als 200 Bürger waren der Einladung zur einwohnerversammlung und übertrafen somit sämtliche Erwartungen von Förderverein, Verwaltung und Parteien. Mit einem derart großen Andrang hatten die Verantwortlichen im Vorfeld nicht gerechnet. Wer daraus aber schließt, dass ausschließlich Unterstützer zum Erhalt des Gartenhallenbads anwesend waren, der irrt. Ebenso wurden aus den Reihen der Bürger auch ein paar Stimmen laut, die für eine Schließung plädierten – und Applaus ernteten. Aber auch die Gartenhallenbad-Unterstützer meldeten sich zu Wort – und erhielten ebenfalls akustische Zustimmung.

Eine Schließung soll nach den Wünschen von Bürgermeisterin Birgit Tupat „wenn möglich verhindert werden“. Das Gartenhallenbad arbeitet seit Jahren nicht mehr kostendeckend und fährt Defizite ein. Allein 2011 verbuchte die Verwaltung ein Minus von mehr als 300 000 Euro. „Diese erschreckende Zahl gilt es verschwinden zu lassen“, so Tupat. Ein - wenn auch minimaler - Lichtblick in dieser Hinsicht sind die leicht gestiegenen Besucherzahlen.

 

Nachdem die erste Überlegung, an das Gartenhallenbad eine ambulante und stationäre Reha anzubinden, sich als wenig lukrativ herausgestellt hatte, wurden die Pläne abgebrochen, erinnerte Förderverein-Vorsitzender Hans Wehr an ein zurückliegendes Ereignis. „Selbst bei Vollauslastung hätte sich das auch in fünf Jahren noch nicht gerechnet“, verdeutlichte er. Wehr wurde dann auf den Schwimmbadverband NRW aufmerksam. „Er versucht Gemeinden zu helfen, die in der gleichen Lage sind wie wir“, berichtete er. Nach ersten Gesprächen und Besuchen stehe fest: Die aktuellen Personalkosten sind zu hoch; im Bad wurde energetisch zu viel verschlafen; die Abläufe sind nicht glücklich. Diese drei Kritikpunkte müssten nach Auffassung des Verbands zunächst in Eigenleistung verbessert werden, um auf einem vernünftigen Niveau weiterarbeiten zu können. Ist das geschafft, will sich der Schwimmbadverband in die Rettungspläne einbringen. „Sie stehen Gewehr bei Fuß“, weiß Wehr die dann greifende Unterstützung im Rücken.

In einer Sitzung des Fördervereins am Mittwoch hatten die Mitglieder einen groben Vorschlag erarbeitet, der in ihren Augen den Fortbestand des Gartenhallenbades sichern könnte. „Grundsätzlich ist es kein Problem, ein Bad von einer Gemeinde zu übernehmen und Betreiber zu werden“, sagte Hans Wehr und forderte weiter:. „Wir müssen die Geschäftsführung des Bades verändern und nicht überlegen, wo wir die 300 000 Euro herbekommen. Mein Wunsch ist es, neben dem Förderverein eine Firma hinzubekommen.“

Gesellschafter sind also gesucht – welche Gesellschaftsform gegründet werden soll, muss eine Arbeitsgemeinschaft, die jetzt ins Leben gerufen wird, erst noch ausarbeiten. Wehr versicherte aber: „Die Anteile der Gesellschafter werden verzinst. Wir wissen, was eine Gesellschaft ist, und wie sie funktioniert.“

Anhand einer Kosten-Aufstellung zeigte Wehr, in welchen Sektoren er Einsparpotenzial sieht. Vereine hätten signalisiert, sich in die Bereiche Aufsicht, Reinigung, Kasse und Personal einbringen zu wollen. Ebenfalls könnten Verwaltungsarbeiten in Eigenleistung erfolgen. Die Doppelbesetzung im Eingangsbereich würde wegfallen, die Gemeinde spare zudem die Bauhof-Abschreibung, weil ihr das Gebäude nicht mehr gehöre. Investiert werden müsste im ersten Jahr in ein neues Kassensystem und eine moderne Beleuchtung. Mit dieser Rechnung kommt Wehr auf einen Zuschussbedarf von etwa 160 000 Euro – im Vergleich zu 270 000 Euro, die die Gemeinde für das Schwimmbad aufbringen muss. Bereits für das zweite Jahr geht Wehr davon aus, in die Gewinnzone zu kommen. „Wir brauchen jetzt Leute, die in der Planung mitmachen, und Leute, die sich in die Bewirtschaftung einbringen wollen.“ Mit dem Schwimmbadverband habe man zudem einen kompetenten Partner an der Seite. ▪ Susanne Riedl